Samstag, 15. April 2017

Still Rocky Mountain High - Campingerfahrung in Colorado



Credit: Mein liebstes Curly Girl
Manchmal muss es für die absolute Erholung nicht das 5-Sterne-Hotel sein, wenn es Tausende Sterne am Himmel sein können. Wenn das Knistern am Lagerfeuer und das Heulen von weit entfernten Kojoten die Seele runterfahren. Wenn dein Geist so tief in die Natur sinkt und du jeden Moment mit Frischluft genüsslich in dir aufsaugst.



Würde nicht eine meiner Besten in Denver wohnen, hätte ich es nicht so schnell in die One Mile High City geschafft, damit nicht in die Rocky Mountains und damit hätte ich nicht diese einmalige Camping-Erfahrung gehabt. Die Stadt heißt übrigens Mile High City, weil das Capitol, das nicht nur von innen sehr ansehnlich, sondern auch eine unfassbar tolle Sicht auf das Gebirge bietet, genau eine Meile hoch liegt. Eigentlich schade, dass Denver bei Touristen nicht direkt auf dem Radar liegt. Die Konkurrenz mit New York City, Miami, Boston, San Francisco oder Los Angeles ist natürlich hoch. Colorado hat dennoch Kalifornien als meinen neuen Lieblingsstaat abgelöst. Kalifornien ist einfach nur schön, Colorado bietet dir aber die Wow-Effekte hinter jeder Ecke. Die Menschen sind entspannt, aber nicht so Surfer-Hoodie-Dudey verpeilt. Und das Leben verläuft sehr angenehm, ohne aus der Spur zu schießen. 




Denver alleine bietet schon einen hohen Erholungswert, die Natur und die Activity-Möglichkeiten machen einen Trip dahin aber erst zum Besonderen, was ich eine Woche genießen durfte. Super schnell sind die Berge erreicht und man steht plötzliche vor einem Gletscher. Meine beiden Camp-Experten haben mich zu einem unvergesslichen Trip mitgenommen und mir wunderschöne Berglandschaften gezeigt. Mit einer Matratze im Auto ging es auf einen Campingplatz mit Feuerstelle und einer Aussicht, die man erst ein paar Momente wirken lassen musste, um sie zu begreifen.
Über dem Lagerfeuer machten wir Pizza – ich wusste gar nicht, dass das geht. Anschließend gab es S’mores und einen Shot vom guten Jameson gegen die Kälte. Am Morgen gab es French Toast und Aeropress-Kaffee. Unser kleines Camp hat damit mal eben das Beste aus allen Hipster-Cafés in die Natur gezaubert.
Von den Rocky Mountains habe ich wahrscheinlich nur einen kleinen Teil gesehen, aber dieser hat mir innerhalb von zwei Tagen alles gegeben, was meinen viel zu voll gepackten Alltagsgedanken einen Tritt in den Hintern verpasste.



Das muss man sich ungefähr so vorstellen: Erst geht die Fahrt immer weiter hoch und Bäumen, Felsen und dem ein oder anderen Fluss vorbei – obwohl Denver schon eine Meile hoch liegt. Anschließend geht irgendwann eine Kurve links rein und plötzlich wechselt der aufsteigende Wald in plattes Feld mit Bergspitzen am Horizont. An den Rändern stehen Rinder, Bullen oder Pferde. Andere Straßen führen zurück zum Wald, bedeckt mit Schnee oder sie führen direkt in Skigebiete. Und eigentlich nimmt keine Kulisse ein Ende in deinem Blickfeld, denn dafür ist es einfach zu groß. Die Alpen erscheinen wie ein Dorf, dass in einem der platten Stücke zwischen zwei Bergspitzen abgestellt werden könnte.
Zum Glück hatte ich die perfekte Begleitung für ein ziemlich kitschiges, bilderbuchartiges und erschreckend perfektes Camping-Erlebnis. Danke dafür.















Ein Beitrag geteilt von Theres Dickmeis (@schalotte_charlott) am

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