Sonntag, 29. März 2015

true fruits Test: So schmecken die bunten Smoothies mit den coolen Sprüchen {Enthält Werbung}





Hand aufs Herz: Wer hat noch nie true fruits Smoothies gekauft? Kaum einer! Dafür sind sie einfach zu verlockend. Bunt, in hübschen Flaschen stehen sie in der Obst- und Gemüseabteilung im Kühlregal. Ob Heißhunger oder gezielt gekauft. Irgendwie sind wir alle ein bisschen true fruits-addicted.  
Die Auswahl geht von fruchtig bis würzig - neben Fruchtbomben stehen mittlerweile drei Green-Smoothies im Regal! Außerdem überrascht true fruits immer wieder mit neuen Aktionen, wie den neuen white Smoothies. 


Die hübschen Glasflaschen sind nicht nur gespickt mit Vitaminen-to-go, sondern locken mit instagramtauglichen Sprüchen. Von „Einhornkozte“, „Frittenfett“ oder „#ohnemett“ gibt die sogenannte Kür jedem Smoothie einen individuellen Charakter. 
Mittlerweile steht das Bonner Startup mehr wegen der verschiedenen true fruits Sprüche und der Werbung im Fokus. Kampagnen wie die "Schluck im Dunkeln" oder "Oralverzehr - schneller kommst du nicht zum Samengenuss" ecken mit Provokationen an. Auf vielen Marketing-Events stellt sich das Unternehmen mit der Strategie dazu vor. 

Was oft vergessen wird: Der Geschmack. Das holen wir hier nach: Lasset die Gaumenparty beginnen.

Getestet wurden bisher: 

  • Smoothie Pink
  • Smoothie Red
  • Smoothie White
  • Smoothie Green no 1
  • Smoothie Green no 2
  • Smoothie Green no 3
  • Smoothie Chia Red 


#einhornkotze geht immer

Getestet: Vormittags im Zug.

Einhornkotze? Aber ja! Denn der pinke Smoothie könnte optisch eine Beschreibung aus einem Fantasy-Buch sein. Ein helles Pink mit sämiger Konsistenz. Der Geschmack erinnert dagegen weniger an Märchen, sondern mehr an Urlaub. 

Einhornkotze von true fruits

Der pinke Smoothie schmeckt sehr fruchtig. Obwohl Drachenfrucht nur einen geringen Anteil hat, dominiert sie. Apfelsaft gibt eine knackige Basis. Durch die Banane wird die Flüssigkeit etwas dicker und die Süße ergänzt sich mit der Säure des Apfels. Den Fruchtkick bringt ganz klar die Drachenfrucht. Und was ist noch drin: Guanábana. Was soll das sein? Auf der true fruits-Seite gibt's die Erklärung, die auf der Flasche fehlt.


Bleiben wir im Farbschema: Beeren knacken Äpfel

Getestet: Mittags in der Uni.

Optisch erzeugt Smoothie Purple direkt den Gedanken an Beeren. Stimmt! Es sind eine Menge Beeren drin. Fruchtig natürlich, allerdings mehr säuerlich als süß, geben Brombeeren, Johannisbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren den Ton an. Apfel als Basis, Banane wegen der Sämigkeit und Orange für die Frische.


Der Smoothie hatte seinen Testdurchlauf nach dem Mittagessen und einem Morgen voller Kaffee, sodass Vitamine dringend benötigt wurden. Und die säuerliche Note hat überzeugt!


Raus aus dem Farbeimer, rein ins Frittenfett: Vanille schmeißt die Gaumenparty

Getestet: Nachmittags auf der Arbeit.

Die Flasche Smoothie White will vorm Probieren schon jede Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit Avatar, Frittenfett-Vergleich und dem Spruch "I got 99% fruit but the vanilla ain't one". Nötig hat der Inhalt das so wenig wie die schwarzen Punkte, die wohl optisch das Vanillearoma verstärken sollen. Denn Smoothie White hat's drauf!


Beim Öffnen riecht es sofort süß und nach Banane. Süß schmeckt der Smoothie dagegen nicht nur, denn auch hier säuert die knackige Apfelsaftbasis. Genial ist die Messerspitze Tahitensis-Vanille. Ganz leicht wechselt sie sich im Abgang mit dem Apfelsaft ab. Sehr stimmig und für Heißhungerattacken am Nachmittag geeignet. Nur: Was ist Cupuacu? Das wird wieder auf der truefruits-Seite erklärt.
Kurzes Fazit vorweg: Mein Favorit ist gefunden! Dafür musste es nicht mal die Blindverkostung sein. Der Smoothie bleibt anscheinend ein Ladenhüter und wird im Kühlregal wegen der Farbe diskriminiert. Deshalb stehen momentan zwischen den ganzen bunten Flaschen auch schwarze zur Blindverkostung. Auf Instagram schleudern mir Blogger täglich ihre schwarze Falsche entgegen. Es zieht wohl doch. Vor allem sind sie immer ausverkauft, wenn ich einen Vanille-Kick herbeisehne!


Lifestyle-Getränk mit Spinat aber #ohnemett

Getestet: Mittags auf der Arbeit.

Grüne Smoothies erleben einen Lifestyle-Boom - das kann man auf vielen Food-Blogs nachlesen. Die Mischung bei true fruits ist ein Stück spezieller als normale Obst-Smoothies. Denn Spinat, Grünkohl, Banane, Apfel, Birne, Ingwer und Matcha erwecken nicht bei jedem Gaumenfreude.


An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Ingwer. Matcha bringt ein bisschen Koffein, sonst ist es wie die restlichen Zutaten einfach nur drin. Nur der Ingwer sticht neben dem Spinat heraus und macht den Smoothie nicht doch zu herzhaft. Garantiert #ohnemett wie die Kür verspricht - nur hat die Wurst in der Spinat-Flüssigkeit schon ein bisschen gefehlt.

Dieser Smoothie wurde vorm Mittagessen getestet. Als Snack hat's deshalb gepasst. Und Spinatfans sollten ihn sowieso probieren - mein Favorit bleibt unter den Grünen ein anderer...


Der zweite Grüne: Rucola

Getestet: Mittags heimlich in der Bibliothek. 

Ich habe ein persönliches Problem mit Rucola, weil ich die Blattkonsistenz nicht essen kann. Gegen den Geschmack habe ich nichts. Also musste auch der zweite Green Smoothie probiert werden, den ich letzte Woche im Kühlregal gefunden habe. Und: Hier fehlt weder Mett noch Ingwer. I like!


Für die Nase gibt's direkt Minze und Möhre. Für die Zunge erst ein wenig Birne, im Abgang runden Apfel und Mango harmonisch ab. Rucola macht den grünen Saft nicht herb und Minze wiederum frisch. Gute Kombi und sogar das Auge wird mal wieder ausgetrickst. Die Farbe leuchtet nicht, dafür das Glas. Völlig ok, sagt der Gaumen. 
Und was war Chlorella? Kein Plan, wird aber wieder perfekt erklärt


Der dritte Grüne: Rote Bete wird legen #waitforit där!

Update vom 21.01.2016 – und dieses Mal nicht gesponsert, sondern nach Neugier gekauft und überzeugt.


Im Januar 2016 hat true fruits den dritten Grünen auf den Markt gebracht – mit meinen liebsten Farbeinlagen im Salat: Granatapfel und Rote Bete.
Den musste ich natürlich sofort probieren, bin in den Rewe gestapft und tadaaa – dort stand er artig neben den beiden großen grünen Brüdern. Die Kür hat direkt mehr versprochen, auch wenn der angepriesene „Cheerleader-Effekt“ nicht nötig ist (Zumindest bei mir als Bete-Fan).

So schmeckt er:
Fantastisch! Der erste Grüne hat mich nicht umgehauen. Nr. 2 war schon besser, aber Nr. 3 hat’s richtig drauf. Vom ersten Eindruck darf sich niemand abschrecken lassen. Es riecht und schmeckt ein bisschen erdig. 
Zu der Bete kommen Granatapfel und Traube, die eine knackige Frische im Mund erzeugen. Anschließend wird es durch Ingwer und Sellerie würzig. 


true fruits hat es mal wieder getroffen: #beetenlohntsichwieder





Der Samen-Saft: Wegen der Aufregung kam der Geschmack zu kurz: Update vom 2.09.2016 




Chia-Samen in Smoothies sind an sich nicht spektakulär. Wenn das Produkt aber aus dem Hause true fruits stammt, wird ein solches Produkt nicht ohne Doppeldeutigkeit vermarktet:

„Oralverzehr – schneller kommst du nicht zum Samengenuss.“

Anzüglich und provokant. Solche Sprüche zieren nicht nur Facebook-Posts, sondern auch Plakate. Der Bonner Saftladen hat mit dem Chia-Saft nämlich die erste analoge Werbe-Aktion gestartet und einen Marketingcoup gelandet. Da die Stadt München die Plakate nicht wollte, hat true fruits sie zensiert und trotzdem hängen gelassen. Peinlich für München, frech und gekonnt von true fruits.
Was zu kurz kam neben der true fruits Werbung, war der Geschmack.
Das jetzt nachgeholt: Ich habe den gelben zwischendurch probiert, hab blöderweise kein Foto und keine Notizen gemacht und weiß nur noch, dass ich ihn sehr lecker fand.
Der red ist dagegen noch frischer in Erinnerung. Wie beim yellow ist die Konsistenz gewöhnungsbedürftig... aber das sind Chia-Samen ja immer. Der Geschmack ist knackig und durch die Sauerkirsch und Rhabarber nicht zu süß. Ich muss fair zugeben, ich bin nicht ganz der Kirsch-Fan und fand deshalb den gelben Chia-Smoothie besser. Durch die Rhabarber-Zugabe, schmeckte er dennoch nicht zu kirschig.


Das Fazit

Smoothies aus der Flasche sind eine gute Alternative für Vitamine-to-go. Aber Vorsicht! So gesund die Smoothies auch sein mögen und kein zusätzlicher Zucker enthalten ist: Zucker in Form von Fruchtzucker ist trotzdem drin. Da empfiehlt es sich, das Getränk auch mal gegen eine Banane oder ein Stück Möhre zu tauschen, wenn man – so wie ich – sehr fruchtzuckerempfindlich ist. Aber da ich nicht jeden Tag einen Smoothie trinke, hält es sich mit diesem Kritikpunkt in Grenzen. 

Für zwischendurch sind die Snacks eine super Alternative und mein Favorit bei Heißhungerattacken am Nachmittag geworden. 

Dazu kommt das umweltfreundliche Glas. In die Glastonne werfen? Nix da! 

  • Ich lagere in meinen Gläsern Nüsse, Körner und andere Zutaten. 
  • Oder ich mixe mir einen Smoothie  ab und zu selber, habe aber keinen schicken Behälter (gehabt). 
  • Eine Grapefruit oder Zitrone passt ausgepresst perfekt in ein true fruits-Glas und mein Green Smoothie wird in zwei aufgeteilt und mitgenommen. 
  • Und für die Arbeit, wo wir keine Milch für den Kaffee haben, fülle ich mir ein wenig in ein Gläschen ab und nehme es mit. 
  • Und, und, und ...
  • Eine Upcycling-Idee hat die Bonner Saft-Schmiede natürlich auch selber und verkauft zusätzliche Verschlüsse

Die Smoothies für ca. 2,69 Euro pro Flasche (Rewe-Preis) schmecken bestimmt nicht jedem. Ich bin aber trotzdem überzeugt, dass hier auch Obst- oder Gemüsehasser eine Sorte favorisieren können, da das Angebot mittlerweile unglaublich breit ist. 

Zum Abschluss ein Green-Smoothie-Rezept von mir: 

Zubereitet und Verschlungen: Abends als Abendessen (ohne Matcha).

Green-Smoothie selbstgemacht

Für zwei große Gläser Smoothie werden benötigt:

50 bis 60 Gramm aufgetauter TK-Spinat (Ich nehme die vorportionierten Klötze Blattspinat, ca. 2-3)
1 Banane
1 Zitrone oder 1 halbe Grapefruit
1 halbe Avocado
1 Tl Chiasamen (optional, machen halt mehr satt und sind so voll Lifestyle)
1 Messerspitze Matcha (optional, macht halt wach und ist auch so Lifestyle)

Alle Zutaten bis auf die Chiasamen pürieren oder mixen. Die Chiasamen zufügen und quellen lassen. Das geht natürlich sehr praktisch to go. Wenn der Smoothie zu zäh ist, einfach ein bisschen Wasser oder Apfelsaft zufügen.


Danke an true fruits für die Test-Smoothies.

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