Montag, 1. Mai 2017

Von dem ersten Frühlingstag, Landliebe und Kuchen mit Erdbeeren, Rhabarber und Joghurt



Es raschelt in der Hecke hinter mir. Im Baum klimpert das Windspiel. Über das grüne Gras wehen Blätter, die der Winter im Garten gelassen hat und jetzt von der Katze gejagt werden. Den Vögelchen im Vogelhaus ist das Ablenkungsmanöver recht.
Der April endet für mich mit einem ersten Frühlingstag im Garten. Auch wenn ich eine lange Leggins und einen Hoody zu meiner Sonnenbrille trage, fühlt es sich in der Sonne schon wie Frühling an.
Diese Geräusche und das spüren von Gras unter meinen Füßen vermisse ich in Köln. Ich bin in Köln immer noch auf der Suche nach einem Escape in die Natur. Der Park in Lindenthal hilft und die Jogging-Runden durch den Blücherpark. Auch wenn es total widersprüchlich klingt, hätte ich manchmal gerne ein Stück mehr Land in der Stadt.
Vielleicht sollte ich auch einfach mal öfters zum Rhein, denn auch wenn durch Köln ein riesiger Fluss fließt, bekomme ich sehr selten etwas von ihm mit. Oder ich sollte auch einfach öfters die Touri-Brille aufsetzen und durch Köln spazieren... Das Drumherum wird schließlich doch viel zu schnell zur Selbstverständlichkeit.




Nach einem Stückchen Land schmeckt auch dieser Kuchen: Kommt er frisch aus dem Ofen, riecht seine warme oberste Decke nach Erdbeermarmelade. Die Früchte, die während des Backens einziehen und sich am Boden absetzen, entwickeln eine Kompott-artige Konsistenz. Ich hatte das Glück und konnte Rhabarber aus dem Garten nutzen. Der Clou an dem Kuchen ist aber tatsächlich der Joghurt, der den Teig schön saftig, leicht und fluffig macht.




Das Rezept:

150 Gramm Erdbeeren
150 Gramm Rhabarber
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Zimt
175 Gramm weiche Butter
175 Gramm weißer Zucker
3 Eier
275 Gramm Mehl (normales Weizenmehl)
1,5 El Backpulver
1 Prise Salz
125 Gramm Naturjoghurt

Puderzucker, eventuell frische Minze, Sahne und frische Beeren

Den Backofen auf 155 Grad Umluft vorheizen. Die Erdbeeren waschen, vom Stiel entfernen und vierteln. Den Rhabarber waschen und die Fäden entfernen. In Stücke schneiden, die so groß wie die Erdbeeren sind. Mit dem Vanillezucker und Zimt in einer Schüssel vermischen.
Butter und Zucker 3 bis 5 Minuten schaumig schlagen. Die drei Eier nacheinander hinzufügen. Mehl mit Backpulver und Salz vermischen und unter den Teig geben. Weiterrühren, anschließend den Joghurt Löffel für Löffel hinzufügen.
Eine Springform (26 cm Durchmesser) Buttern, mit Backpapier auslegen und mit Mehl bestäuben. Den Teig in die Form geben und glatt streichen. Die erste Hälfte der Früchte auf den Teig geben, eindrücken, die zweite Hälfte ebenfalls auf den Teig geben und nur leicht andrücken – die Früchte sinken sowieso ein.
Der Kuchen darf 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, rausholen, 5 Minuten abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf dem Boden der Springform abkühlen lassen.

Mit Puderzucker, Sahne, frischer Minze und Beeren servieren – dazu die Frühlingssonne genießen und Kaffee trinken.


Mittwoch, 19. April 2017

Amazing Atlanta: Viel zu oft unterschätzt {What to do and what not to do}



Die Aussicht bietet sich vom Piedmont Park.

Es hätten viele Menschen die Möglichkeit, Atlanta kennenzulernen. Durch den gigantischen Flughafen ist die Stadt Dreh- und Angelpunkt für viele Reisende. Warum dort nicht aussteigen? Es lohnt sich.
Zugegeben, ich war nicht dort, weil ich aus Südamerika oder sonst wo umgestiegen bin, sondern weil ich dort Familie besucht habe. Und da Locals die besten Guides sind, habe ich einige Ecken gesehen, die in den ganzen Listen „50 Things to do in Atlanta“ nicht beschrieben werden. Das möchte ich hier weitergeben.
Atlanta, die Perle des Südens, wächst und bietet einen angenehmen Kontrast aus Posh-Hoods und urban Jungle. Downtown hat es mir besonders angetan. Es ist ein geschichtsträchtiger Teil der Stadt. Die Nachwirkungen der Civil Rights Bewegung sind noch immer zu spüren. Dr. Martin Luther Kind Junior, der in Atlanta geboren und begraben wurde, wacht gefühlt immer noch über die Stadt und besonders über diesen Teil.
Was ich an ATL besonders mag: Städte wie New York, San Francisco oder Los Angeles sind zwar super fancy und Touristenziele Nr. 1. Wer aber wirklich eine amerikanische Großstadt kennenlernen möchte, ist in Atlanta perfekt aufgehoben. Sie wirkt sehr authentisch. Die kulturellen und kulinarischen Angebote sind so vielfältig, dass auch die unterschiedlichsten Menschen eine gute Zeit in Atlanta haben. Man kann praktisch alles essen, worauf man Lust hat und landet nach kurzer Recherche garantiert in einem Spitzen-Lokal. Sportevents, Restaurants und Cafés aller Art, Malls, Natur, Museen, Konzerte, ... wer nicht wie ich das Glück hat, dort eine Connection zu haben, aber gerne reist, wird früher oder später garantiert die Chance haben, in ATL nicht nur einen Zwischenstopp zu machen, sondern auch auszusteigen. Es lohnt sich. #truetoatlanta

Samstag, 15. April 2017

Versuch Nr. XXX: Bagels backen



Geometrie am Kohlenhydrat 


Es gibt sie in sämtlichen Kombinationen, aber nur in einer Form: Rund mit Loch in der Mitte.
Cheddar Jalapeño, Pumpkin, Blueberry, Wholy, Onion, Garlic, ... mit Lachs, Cream Cheese, Avocado, pochiertem Ei oder irgendeinem hausgemachten Dip. Nur warum schmecken Bagels in Deutschland nicht so wie in den USA? Existiert tatsächlich eine magische Grenze? Obwohl die mir natürlich drölfmal lieber ist, als eine Mauer im Süden... 

Auszeit nur für sich. Alleine Reisen als Frau: Tipps statt Vorurteile



Warst du schon mal alleine einen Kaffee trinken? Das kann ganz entspannt sein. Wo also liegt das Problem, dieses Date mit sich selber auf ein paar Tage länger auszuweiten?
Wer alleine verreist und darüber erzählt, bekommt meistens solche Fragen an den Kopf geworfen: Wie ganz allein? Ohne Begleitung? Du fliegst alleine in einem Flugzeug? Du gehst alleine durch eine Stadt? Hast du keine Angst? Was ist, wenn dir was passiert? Und immer folg dann das verurteilende Fazit des Gegenüber: Ne, das habe ich noch nie ausprobiert. Das wäre nichts für mich. Da ist man ja so... alleine.

Still Rocky Mountain High - Campingerfahrung in Colorado



Credit: Mein liebstes Curly Girl
Manchmal muss es für die absolute Erholung nicht das 5-Sterne-Hotel sein, wenn es Tausende Sterne am Himmel sein können. Wenn das Knistern am Lagerfeuer und das Heulen von weit entfernten Kojoten die Seele runterfahren. Wenn dein Geist so tief in die Natur sinkt und du jeden Moment mit Frischluft genüsslich in dir aufsaugst.


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