Dienstag, 22. August 2017

Zitronen-Ricotta-Pancakes-Tower





Cool jewelry shining so bright  
Strawberry Pancakes all night 
Lucky for you, that's what I like, that's what I like 
Lucky for you, that's what I like, that's what I like

Das ist nicht meine veränderte Textzeile in Bruno Mars Song "What I like" - muss ich gestehen und will hier gar nicht als Reimdieb dargestellt werden. Aber so, wie sie verändert wurde, gefällt sie mir deutlich besser. 
Natürlich muss es nicht eine ganze Nacht Pancakes geben. Das hört sich sehr durchzecht an, beziehungsweise nach einer Nacht auf pflanzlichen Substanzen. Aber im Bruno Mars Song darf man nun wirklich mal träumen. Glaubt mir, dass diese Pancakes Berge versetzen können nach jeder noch so grandiosen Nacht (Achtung Wortwitz verpasst). Es bietet sich mit etwas Vorbereitung an, den Teig schon am Vorabend/ Vornachmittag zuzubereiten und im Kühlschrank aufzubewahren. Wer natürlich am Vorabend Netflix and Chill hatte, darf den Teig frisch kredenzen. So oder so: Die kleinen Teigportionen in die Pfanne gleiten zu lassen, ist mit Meditation gleichzusetzen.

Eins, zwei, drei, vier,... zehn uuuuund elf. So schnell ist der Tower gebaut, die Pancakes gebacken, der Kaffeesatz in der French Press runtergedrückt. Und so schnell sind eins, zwei, drei, vier,... Pancakes aufgefuttert. 
Übrigens, ich esse solche Pancakes auch gerne nach meiner Jogging-Runde - wegen der Proteine versteht sich... 


 

Das Rezept:
80 Gramm Mehl
1 gute Prise Salz
1 El Zucker
2 Eier
70 Ml Milch 
250 Gramm Ricotta
Schale und Saft einer Zitrone

Erst die trockenen Zutaten mischen. Anschließend das Eigelb und die Milch verquirlen. Das Eiweiß schaumig schlagen. Den Ricotta klein drücken. 
Unter die trockenen Zutaten die Milch mischen. Ricotta, Zitronenschale und -saft unterrühren. Eischnee unterheben. 
In der Pfanne zu Pancakes backen und mit Früchten oder Ahornsirup servieren. 




Dienstag, 8. August 2017

Vive la france auf der Venloer Straße. Kaffee-Geschichte bei Madame Tartine


Eigentlich haben wir es nicht so weit. Wir sollten viel öfters unseren Nachbar besuchen. Eigentlich. Denn eigentlich, sind wir viel zu selten in Frankreich. Gegen Frankreich-Fernweh gibt es noch ein anderes Rezept, als in den Thalys zu steigen. In Köln gibt es gleich mehrere Anlaufstellen. Meine beiden liebsten: Madame Tartine und die Bagatelle.
Die Bagatelle gibt es gleich drei Mal in Köln. In Lindenthal, in Ehrenfeld und in der Südstadt. Das Konzept der kleinen französischen Tapas ist einfach gehalten. Man bestellt zusammen, isst nicht immer gleichzeitig, da die Bagatellen immer unterschiedlich lange brauchen, trinkt Wein oder Bier und genießt die Zelebration eines Dinners in voller Länge. Wer schnell was essen möchte, große Portionen zum kleinen Preis erwartet oder sonst am liebsten Pommes und Currywurst diniert, ist hier falsch. Hier wird der Abend in aller französischen Gelassenheit verbracht. Auch wenn das schon mal bedeutet, dass der Ziegenkäse eine halbe Stunde nach dem grünen Babyspargel kommt.
Aber eigentlich will ich gar nicht lange auf die Bagatelle eingehen, da mein Business mehr Richtung Cafés geht.
Auf der Venloer Straße tobt das Leben. Jeden Tag, jede Nacht. Morgens etwas verschlafen, aber dennoch kann man hier kaum Ruhe finden. Warum auch, dafür gibt es andere Veedel. Neben der Zoo Bar gibt es dennoch einen Ort, der sich fast wie Ferien in Frankreich anfühlt. Mit dem Platz auf dem Bürgersteig hat man die Szenarien, die die Venloer Straße einem präsentiert, direkt vor der Bol mit Café au Lait. Nimmt man den Platz am Fenster ein, sitzt man zwischen Ruhe und dem Ehrenfelder Trubel. Eine Reihe dahinter, mehr im Gastraum, wird es ruhiger und mit der Holzverkleidung rustikaler. Die Bilderrahmen zeigen Frankreich auf Fotos und Karten. Nicht weit von diesem Platz thronen die Croissants und warten auf ihren Auftritt. In der Theke sind Quiches platziert, in der minimal kleinen Küche wird Frühstück und der formidable Mittagstisch zubereitet. Der Kaffee? No Words needed. Ist von Schamong, schließlich kennt man sich in der Nachbarschaft. Deshalb nutzt man auch in der Zoo Bar die Toilette.

Sonntag, 30. Juli 2017

Kaffeebud in Ehrenfeld {schön Kaffee in d'r Kopp}





Kaffee-Geschichte Nr. 1


Wann habe ich aufgehört, regelmäßig Cafés zu besuchen. 
Nach zu vielen Coffees to go müssen wieder Coffees to stay her. Und damit die Geschichten.
Wie letztens... als der Sommer eine kurze Pause machte, Regen in dicken Tropfen auf die Straße prasselte, die Kerzen auf dem Tisch brannten und Gummistiefel die saisonalen Birkenstock ablösten. Mit einem Buch saß ich in der Ecke neben dem Fenster. Endlich hatte ich es geschafft „Wer die Nachtigall stört...“ fertig zu lesen. Das Geschehen um mich herum verpasse ich allerdings auch bei der faszinierendsten Literatur nicht so schnell.
Was wohl die Menschen um mich herum ins Café getrieben haben, die ebenfalls alleine an ihren Tischen saßen. Neben mir der Herr saß in Sportklamotten vor seinem iPad und Kopfhörer in den Ohren. Er sah irgendwas mit Feuerwehautos und Noteinsätzen und war sehr versunken. Den Herrn in der von mir aus diagonalen Ecke schien ihn zu kennen, da sich der Herr in den Sportklamotten nach seiner Schorle von ihm verabschiedete. Der andere Herr in der Ecke trank genüsslich seinen Latte Macchiato und bemerkte dabei seinen Milchschaum-Bart nicht. Nach einem genervten Telefonat musste er schnell gehen, was wohl nicht sein ursprünglicher Plan war. Der Herr mir direkt gegenüber hatte sein halbes Büro aufgebaut. Daneben die Frühstücksplatte und nach seinem Kaffee bestellte er noch ein Ginger Beer. Was er wohl von diesem Café aus arbeitete? 

Freitag, 9. Juni 2017

Lemon-Tartelettes: Eine Verwandtschaft zur Crème brûlée ist nicht auszuschließen



"Oops i dropped the lemon tart..."


Dieser Satz setzt den Maßstab für alle Lemon Tartes, Tartes au Citron, Zitronentarte oder wie wir sie auch immer nennen wollen. Denn „Oops i dropped the lemon tart“ beschreibt ein Dessert des Sternekochs Massimo Bottura, das entstanden ist, weil ein Koch aus seinem Team das letzte Stück Tarte auf einen Teller hat fallen lassen. Statt ein Desaster daraus zu kreieren, kreierten sie dieses Famose Dessert. Zwar ist nicht nur deshalb Massimo zu einem der bedeutendsten Köche Italiens geworden, aber dieses Dessert spiegelt so viel wieder.
Woher ich das weiß? Aus der Netflix-Dokumentation „Chef's Tabel“. Die besten Köche der ganzen Welt werden vorgestellt und neben ihren Gerichten auch ihre persönlichen Geschichten. Diese Menschen beeindrucken sehr, polarisieren, provozieren, kochen revolutionär und erklären ihre Berechtigung als Mitglied der besten Köche der Welt begleitet von eindrucksvoller Bildsprache. Angucken ist Pflicht! Plötzlich wird man Serien-Junkie auf einem ganz neuen Niveau, denn die Dokus begeistern auch in ihrer Mach-Art. Großartig gefilmt mit genialer Hintergrundmusik wie Vivaldis Winter. 
Meine Tarte ist (mit aller Wahrscheinlichkeit) nicht so gut wie die von Massimo. Aber sie ist schon ziemlich gut und hat Berechtigung als Blog-Rezept gewonnen, weil sie alles verbindet, was ich geschmacklich so liebe. Diese Tarte ist sauer und gleichzeitig dezent süß, mit einem keksigen Boden und einer knackigen Decke. Was sie für mich auszeichnet, ist ihre Ähnlichkeit zur Crème brûlée.

{knack, knack}

Die Textur aus verschiedenen Kombinationen haut völlig um. Teig, Creme, Karamell und dazu die frische der Zitrone. Alles schmeckt so verschieden und passt perfekt zusammen... Eine Verwandtschaft zum französischen Dessert ist hier nicht auszuschließen.
Oops, I fell in love with the Lemontartelettes...



Samstag, 27. Mai 2017

Zitronen-Safran-Risotto {Das wohl beste spontane Sommer Risotto Rezept aller Zeiten}



Spontan bleibt manchmal am besten. Und improvisiert auch. Ansonsten hätte ich nie das beste Risotto-Rezept aller Zeiten kredenzt. Es entstand aus der Not, da ich das Haus nicht verlassen wollte und der Kühlschrank fast leer war. Mein Notvorrat, egal wie leer auch der Kühlschrank sein mag, gibt allerdings immer so viel her, dass ich Risotto machen kann. Es geht schließlich nichts über Risotto und es bleibt definitiv eines meiner Lieblingsgerichte. Aber nur, wenn ich es selber machen kann. Was die halbe Stunde rühren und schnibbeln für ein Seelenheil hervorrufen kann, habe ich bereits hier verdeutlicht.
Risotto ist nicht einfach Reis mit Wein und Butter. Es steckt so viel mehr dahinter. Wenn man sich einmal den Prozess des einfachen Risottos bewusst gemacht hat, kann man es mit allem möglichen kombinieren. So kam ich zu diesem sommerlichen Rezept...
...ich musste das Dilemma lösen, dass ich Lust auf Frische und auf Risotto hatte. Ein cremiges Risotto ist zwar fein, aber nicht gerade ein locker-leichtes Sommergericht. Vor einigen Ausgaben las ich im Magazin der Zeit, dass sich Safran gut in Risotto macht. Mir ist doch nichts zu dekadent und so probierte ich es aus. Aber irgendwas Frisches musste noch rein. Im TK liegen für solche Fälle die Zesten von Bio-Zitronen bereit. In Kombination mit dem Safran und Reis entfaltete sich ein Aroma, das mich mal eben nach Spanien oder Südfrankreich katapultierte. Es erinnerte schon fast an Paella, nur ohne Paella. Genial!
Ein bisschen traurig war ich nur, dass ich das Gericht nicht mit einem guten Weißwein und Gambas krönen konnte.


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