Freitag, 9. Juni 2017

Lemon-Tarteletes: Eine Verwandtschaft zur Crème brûlée ist nicht auszuschließen



"Oops i dropped the lemon tart..."


Dieser Satz setzt den Maßstab für alle Lemon Tartes, Tartes au Citron, Zitronentarte oder wie wir sie auch immer nennen wollen. Denn „Oops i dropped the lemon tart“ beschreibt ein Dessert des Sternekochs Massimo Bottura, das entstanden ist, weil ein Koch aus seinem Team das letzte Stück Tarte auf einen Teller hat fallen lassen. Statt ein Desaster daraus zu kreieren, kreierten sie dieses Famose Dessert. Zwar ist nicht nur deshalb Massimo zu einem der bedeutendsten Köche Italiens geworden, aber dieses Dessert spiegelt so viel wieder.
Woher ich das weiß? Aus der Netflix-Dokumentation „Chef's Tabel“. Die besten Köche der ganzen Welt werden vorgestellt und neben ihren Gerichten auch ihre persönlichen Geschichten. Diese Menschen beeindrucken sehr, polarisieren, provozieren, kochen revolutionär und erklären ihre Berechtigung als Mitglied der besten Köche der Welt begleitet von eindrucksvoller Bildsprache. Angucken ist Pflicht! Plötzlich wird man Serien-Junkie auf einem ganz neuen Niveau, denn die Dokus begeistern auch in ihrer Mach-Art. Großartig gefilmt mit genialer Hintergrundmusik. 
Meine Tarte ist (mit aller Wahrscheinlichkeit) nicht so gut wie die von Massimo. Aber sie ist schon ziemlich gut und hat Berechtigung als Blog-Rezept gewonnen, weil sie alles verbindet, was ich geschmacklich so liebe. Diese Tarte ist sauer und gleichzeitig dezent süß, mit einem keksigen Boden und einer knackigen Decke. Was sie für mich auszeichnet, ist ihre Ähnlichkeit zur Crème brûlée.

{Die Decke knackt}

Die Textur aus verschiedenen Kombinationen haut völlig um. Teig, Creme, Karamell und dazu die frische der Zitrone. Alles schmeckt so verschieden und passt perfekt zusammen... Eine Verwandtschaft zum französischen Dessert ist hier nicht auszuschließen.
Oops, I fell in love with the Lemon Tarte...



Samstag, 27. Mai 2017

Zitronen-Safran-Risotto {Das wohl beste spontane Sommer Risotto Rezept aller Zeiten}



Spontan bleibt manchmal am besten. Und improvisiert auch. Ansonsten hätte ich nie das beste Risotto-Rezept aller Zeiten kredenzt. Es entstand aus der Not, da ich das Haus nicht verlassen wollte und der Kühlschrank fast leer war. Mein Notvorrat, egal wie leer auch der Kühlschrank sein mag, gibt allerdings immer so viel her, dass ich Risotto machen kann. Es geht schließlich nichts über Risotto und es bleibt definitiv eines meiner Lieblingsgerichte. Aber nur, wenn ich es selber machen kann. Was die halbe Stunde rühren und schnibbeln für ein Seelenheil hervorrufen kann, habe ich bereits hier verdeutlicht.
Risotto ist nicht einfach Reis mit Wein und Butter. Es steckt so viel mehr dahinter. Wenn man sich einmal den Prozess des einfachen Risottos bewusst gemacht hat, kann man es mit allem möglichen kombinieren. So kam ich zu diesem sommerlichen Rezept...
...ich musste das Dilemma lösen, dass ich Lust auf Frische und auf Risotto hatte. Ein cremiges Risotto ist zwar fein, aber nicht gerade ein locker-leichtes Sommergericht. Vor einigen Ausgaben las ich im Magazin der Zeit, dass sich Safran gut in Risotto macht. Mir ist doch nichts zu dekadent und so probierte ich es aus. Aber irgendwas Frisches musste noch rein. Im TK liegen für solche Fälle die Zesten von Bio-Zitronen bereit. In Kombination mit dem Safran und Reis entfaltete sich ein Aroma, das mich mal eben nach Spanien oder Südfrankreich katapultierte. Es erinnerte schon fast an Paella, nur ohne Paella. Genial!
Ein bisschen traurig war ich nur, dass ich das Gericht nicht mit einem guten Weißwein und Gambas krönen konnte.


Montag, 1. Mai 2017

Von dem ersten Frühlingstag, Landliebe und Kuchen mit Erdbeeren, Rhabarber und Joghurt




Es raschelt in der Hecke hinter mir. Im Baum klimpert das Windspiel. Über das grüne Gras wehen Blätter, die der Winter im Garten gelassen hat und jetzt von der Katze gejagt werden. Den Vögelchen im Vogelhaus ist das Ablenkungsmanöver recht.
Der April endet für mich mit einem ersten Frühlingstag im Garten. Auch wenn ich eine lange Leggins und einen Hoody zu meiner Sonnenbrille trage, fühlt es sich in der Sonne schon wie Frühling an.
Diese Geräusche und das spüren von Gras unter meinen Füßen vermisse ich in Köln. Ich bin in Köln immer noch auf der Suche nach einem Escape in die Natur. Der Park in Lindenthal hilft und die Jogging-Runden durch den Blücherpark. Auch wenn es total widersprüchlich klingt, hätte ich manchmal gerne ein Stück mehr Land in der Stadt.
Vielleicht sollte ich auch einfach mal öfters zum Rhein, denn auch wenn durch Köln ein riesiger Fluss fließt, bekomme ich sehr selten etwas von ihm mit. Oder ich sollte auch einfach öfters die Touri-Brille aufsetzen und durch Köln spazieren... Das Drumherum wird schließlich doch viel zu schnell zur Selbstverständlichkeit.

Mittwoch, 19. April 2017

Amazing Atlanta: Viel zu oft unterschätzt {What to do and what not to do}



Die Aussicht bietet sich vom Piedmont Park.

Es hätten viele Menschen die Möglichkeit, Atlanta kennenzulernen. Durch den gigantischen Flughafen ist die Stadt Dreh- und Angelpunkt für viele Reisende. Warum dort nicht aussteigen? Es lohnt sich.
Zugegeben, ich war nicht dort, weil ich aus Südamerika oder sonst wo umgestiegen bin, sondern weil ich dort Familie besucht habe. Und da Locals die besten Guides sind, habe ich einige Ecken gesehen, die in den ganzen Listen „50 Things to do in Atlanta“ nicht beschrieben werden. Das möchte ich hier weitergeben.
Atlanta, die Perle des Südens, wächst und bietet einen angenehmen Kontrast aus Posh-Hoods und urban Jungle. Downtown hat es mir besonders angetan. Es ist ein geschichtsträchtiger Teil der Stadt. Die Nachwirkungen der Civil Rights Bewegung sind noch immer zu spüren. Dr. Martin Luther Kind Junior, der in Atlanta geboren und begraben wurde, wacht gefühlt immer noch über die Stadt und besonders über diesen Teil.
Was ich an ATL besonders mag: Städte wie New York, San Francisco oder Los Angeles sind zwar super fancy und Touristenziele Nr. 1. Wer aber wirklich eine amerikanische Großstadt kennenlernen möchte, ist in Atlanta perfekt aufgehoben. Sie wirkt sehr authentisch. Die kulturellen und kulinarischen Angebote sind so vielfältig, dass auch die unterschiedlichsten Menschen eine gute Zeit in Atlanta haben. Man kann praktisch alles essen, worauf man Lust hat und landet nach kurzer Recherche garantiert in einem Spitzen-Lokal. Sportevents, Restaurants und Cafés aller Art, Malls, Natur, Museen, Konzerte, ... wer nicht wie ich das Glück hat, dort eine Connection zu haben, aber gerne reist, wird früher oder später garantiert die Chance haben, in ATL nicht nur einen Zwischenstopp zu machen, sondern auch auszusteigen. Es lohnt sich. #truetoatlanta

Samstag, 15. April 2017

Versuch Nr. XXX: Bagels backen



Geometrie am Kohlenhydrat 


Es gibt sie in sämtlichen Kombinationen, aber nur in einer Form: Rund mit Loch in der Mitte.
Cheddar Jalapeño, Pumpkin, Blueberry, Wholy, Onion, Garlic, ... mit Lachs, Cream Cheese, Avocado, pochiertem Ei oder irgendeinem hausgemachten Dip. Nur warum schmecken Bagels in Deutschland nicht so wie in den USA? Existiert tatsächlich eine magische Grenze? Obwohl die mir natürlich drölfmal lieber ist, als eine Mauer im Süden... 

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